Futterneid!?

In der Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen (bGE) kommt manchmal der Einwand: „Ein bGE finde ich nicht gut, die verdienen es nicht!“ Damit sind diejenigen gemeint, die nicht arbeiten wollen oder diejenigen, die es nicht brauchen.
Mal davon abgesehen, dass man selbst auf etwas gutes verzichten will, bloß weil man es einem anderen Menschen nicht gönnt, was ich nebenbei für ganz schön doof halte, spricht doch vieles gegen dieses Argument: Die Bundesanstalt für Arbeit geht unter den Langzeitarbeitslosen von eine Quote von unter 5% aus, die wirklich erwerbsarbeitsunwillig sind. Bei den Verbliebenen stimmt die Qualifikation und/oder der Ort nicht mit angebotenen Arbeitsplätzen überein, oder angebotene Jobs sind tatsächlich überhaupt nicht zumutbar (aus welchen Gründen auch immer). Unwillige werden schon jetzt „alimentiert“.
Die es nicht brauchen: Werden über ein zu gestaltenes Steuersystem das bGE finanzieren, darüber hinaus könnte man sich Alaska (USA) zum Vorbild nehmen (Alaska Permanent Fund) und die Möglichkeit geben sein Grundeinkommen für wohltätige Zwecke zu spenden. Näheres dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alaska_Permanent_Fund

Alaska Permanent Fund – Wikipedia

de.wikipedia.orgAlaska Permanent Fund – Wikipedia